Politik/Wirtschaft

Kooperation zwischen Serbien und Kosovo in Sicht

Prishtina – Gestern Mittag traf das junge kosovarische Parlament in Prishtina zusammen, um die ersten Vorbereitungen für zukünftige Gespräche mit Serbien in die Wege zu leiten. Der erste Schritt dabei war die Ernennung Edita Tahiris zur kosovarischen Chefverhandlerin.

Un fordert beide Staaten zur Kooperation auf

Eine UN-Resolution vom vergangenen Jahr im September forderte beide Staaten dazu auf, Vorbereitungen für eine zukünftige Kooperation zur Schlichtung der noch immer heiklen und ungeklärten Lage zwischen Serbien und Kosovo zu treffen.
Den ersten Schritt führte die Regierung in Belgrad bereits im Januar aus, als sie Borko Stefanovic, Direktor des Außenministeriums, zum serbischen Verhandlungsführer ernannten.

Kompetente Kräfte

Mit Edita Tahiri, der Vizepremierministerin, hat der Kosovo eine exzellente Wahl getroffen. Sie ist nicht nur äußerst fähig, sondern gleichermaßen in Serbien als politische Figur geschätzt, wie es in den serbischen Medien heißt.
Bereits seit 20 Jahren ist die jetzige Vizepremierministerin beschäftigt mit den Angelegenheiten um den Kosovo und war auch bei allen entscheidenden Verhandlungen dabei. 2002 erlangte die 54-Jährige ihren Abschluss im Masterstudium der öffentlichen Verwaltungslehre an der Universität Harvard und nahm danach noch lange Jahre an weiterbildenden Maßnahmen europaweit teil.

Brüssel als neutrales Terrain

Die ersten Verhandlungen sollen auf Anbitte der serbischen Regierung in Brüssel stattfinden. Natürlich werden internationale Kräfte auch an diesen Gesprächen teilhaben und die nötige Starthilfe leisten.
Serbiens Vertreter Stefanovic geht, einem Interview zu Folge, von einer äußerst positiven Entwicklung aus und rechnet bereits für den Sommer mit den ersten Ergebnissen aus diesen Gesprächen.

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