Politik/Wirtschaft

Drastische Kürzung der K-FOR

Die Geschehnisse der letzten Tage und Wochen liessen einen positiven Blick auf die zukünftige Entwicklung des Kosovo zu. Dass die Truppenkontingente der NATO in diesem Jahr gekürzt werden sollten, wurde schon vor Wochen bekanntgegeben. Generalsekretär der NATO, Anders Fogh Rasmussen, äußerte sich nun jedoch erstmals mit konkreten Zahlen und einem Ablaufplan zur KFOR-Kürzung.

Einst waren es 50.000

1999, mit dem Ausruf der UN-Resolution 1244 marschierten knapp 50.000 Soldaten, zusammengestellt aus international bereitgestellten Kontingenten, in den Kosovo hinein, um in erster Linie die Sicherheit der Bürger zu garantieren und auf lange Sicht wieder eine stabile Situation herzustellen. Dabei behielt die KFOR immer eine neutrale Position, wenn es um die politische Frage nach der Unabhängigkeit ging. Nach fast 12 Jahren scheint es nun so, als sei dieser Status erreicht. Zwar wird der Kosovo noch immer nicht von allen EU-Mitgliedstaaten bzw. UN-Mitgliedstaaten anerkannt, aber von einem Großteil.

Internationale Unterstützung immer noch garantiert

Der Abzug der Truppen bedeutet nicht, dass die internationale Präsenz vollkommen abnimmt und der junge Balkanstaat plötzlich auf sich allein gestellt ist. Internationale Hilfsorganisationen, wie etwa EULEX und OSZE, werden nach wie vor präsent sein. Auch die NATO-Truppe wird nicht gänzlich verschwinden, zumindest aber ein Großteil der Soldaten.

Zeitplan: 2 Monate

Die Übergabe von Grenzsicherungen und weiteren Aufgaben an die Kosovopolizei durch KFOR-Truppen waren der erste Schritt des Abbaus. Rasmussen erklärte, dass die Truppen, die heute nur noch mit knapp 10.000 Männern und Frauen vertreten sind, bis zum 1. März schrittweise auf die Hälfte verringert werden.
Die KFOR wird also in 2 Monaten aus nur noch knappen 5000 Soldaten bestehen. Das deutsche Kontingent damals in 1999 war sogar um einen geringen Teil größer.

Kosovo ist reif

Ob eine so drastische Kürzung nicht etwas zu verfrüht ist, ist allerdings eine ganz andere Frage und wird sich in spätestens 2 Monaten klären. Der internationale Raum jedenfalls erachtet es als nicht weiter nötig, soviele Truppen im Kosovo stationiert zu haben.

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