Politik/Wirtschaft

NATO-Generalsekretär zum Nordkosovo

Flagge der NATO

Wie wir in den letzten Tagen berichteten, häufen sich die Auseinandersetzungen in und um den Nordkosovo. Der Nordkosovo wird größtenteils von einer serbischen Minderheit bewohnt, die die Unabhängigkeit des Kosovo auch nach fast 3 Jahren nicht anerkennt. NATO-Generalsekretär kommentiert die Situation.

Teilung als eine Option?

Es wurde zuletzt immer häufiger an eine Teilung des Kosovo gedacht, um den politischen Konflikt des Nordkosovo zu lösen. Im Wesentlichen hieße das, der Nordkosovo, der hauptsächlich von Serben bewohnt ist und rund 10% der gesamten kosovarischen Bevölkerung ausmache, würde zu Serbien deklariert. Die Idee einer solchen Trennung ist nach den jüngsten Geschehnissen, in denen Mitglieder der EULEX und OSZE im Nordkosovo angegriffen und verprügelt wurden, sehr real und erstmal äußerte sich Generalsekretär der NATO, Rasmussen, dazu.

NATO-Generalsekretär lehnt klar ab

Für ihn ist die einzige Lösung, die in Frage käme, eine beiderseitig unterstützte Politik, um die Situation wieder unter Kontrolle zu kriegen. Er forderte zugleich die Regierungen beider Staaten auf, einen Konfliktkurs zu vermeiden. Dem Kosovo riet er eine politische Dezentralisierung anzustreben, wohingegen die serbische Regierung dem Kosovo dabei entgegenkommen müsse, um weiteren Aufruhr im Nordkosovo zu verhindern. Eine Teilung wäre laut Rasmussen inakzeptabel für das politische Wohl aller Beteiligten.

Mitgliedschaft in der NATO noch nicht möglich

Auch die Frage um eine NATO-Mitgliedschaft schwebt derzeit noch unbeantwortet im Raum. Rasmussen erklärte dazu, dass eine Mitgliedschaft zur Zeit noch nicht möglich sei, weil sowohl einige NATO-Mitglieder als auch EU-Staaten die Unabhängigkeit nicht anerkannt haben.

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