Politik/Wirtschaft

Gefahrenzone Nordkosovo

Wie in der vergangenen Woche durch den Streit um die KFZ-Kennzeichen aus Serbien deutlich geworden ist, bleibt die Lage im Nordkosovo trotz aller Bemühungen der internationalen Truppen noch kritisch. Dementsprechend erklärte die EULEX nun den Nordkosovo offiziell zur Gefahrenzone.

Angriffe auf die Hilfsorganisationen

Erst vor wenigen Tagen erfolgten Angriffe von Unbekannten im Nordkosovo auf Angehörige der EU-Rechtsstaatsmission EULEX, sowie der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa). Die Mitglieder dieser internationalen Hilfsorganisationen wurden verprügelt, wobei die Angreifer immer noch nicht identifiziert worden sind und dementsprechend auch noch nicht festgenommen wurden.

Mitglieder müssen Handys griffbereit haben

Im Norden des Kosovo, in dem vermehrt noch serbische Angehörige wohnen, die offenkundig gegen eine Unabhängigkeit des Kosovo sind, kam es in den letzten Wochen und Monaten immer wieder zu Auseinandersetzungen.
Die EULEX erklärte den Nordkosovo somit zur Gefahrenzone, womit alle Mitglieder der Rechtsstaatmission automatisch angewiesen sind, ständig in Funkkontakt mit der Zentrale zu bleiben und ebenso ein Handy griffbereit zu halten, um im Notfall Hilfe erreichen zu können.

Politische Reaktion?

Die politische Frage nach den Serben im Nordkosovo bleibt allerdings weiterhin ungelöst. Wie soll die Regierung Kosovos auf die dadurch entstandenen Probleme reagieren? Legitimiert die ablehnende Haltung der Serben die Regierung etwa, diesen Teil der Bewohner zurück nach Serbien zu schicken? Die Meinungen sind verschieden und eine Lösung hierzu auch noch nicht in Sicht.

Foto-Copyright: http://www.flickr.com/photos/46257718@N02/4986002530/

Hinterlass ein Kommentar

18 − elf =