Politik/Wirtschaft

Abbau deutscher Truppen

Prizren – Dass die sicherheitspolitische Lage im Kosovo in diesem Jahr auf eine strahlende Zukunft blickt, macht der Abbau von Bundeswehrtruppen im Kosovo deutlich. Vor rund 12 Jahren marschierten 50.000 Soldaten aus 31 verschiedenen Nationen in den Kosovo ein, um die Krisenlage unter Kontrolle zu bringen. Darunter die Bundeswehr mit einem beachtlichen Anteil an Truppen. Der Abbau der Kontingente ist ein sehr gutes Zeichen für die kosovarische Zukunft.

Die Bundeswehr blickt zurück

Rund 5000 Soldaten reisten damals auf grund der UN-Resolution 1244 in den Kosovo. Die Situation war kritisch und die Truppen dringend gebraucht. Heute sind es nur noch knapp 1000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die im Kosovo stationiert sind und auch diese bereits geringe Zahl wird im Laufe dieses neuen Jahres dezimiert.
Den Anfang machte gestern das 27. Deutsche EInsatzkontingent im Kosovo, dessen Verantwortungsbereich, genannt „Multinational Battle Group South (MNBG S)“ in einer offiziellen Zeremonie mit hohem Besuch aufgelöst wurde.

Deutsche Truppen in Wehmut

Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Rainer Glatz, reiste am gestrigen Tage extra aus Potsdam in das kosovarische Prizren, um Brigadegeneral Stephan Thomas (letzter Kommandeur der MNBG S) und seine Soldatinnen und Soldaten zu verabschieden. Vize-Ministerpräsident Hayedin Kuci, sowie auch der Bürgermeister Prizrens waren anwesend, um diesen bedeutsamen Moment deutscher Bundeswehrgeschichte zu würdigen.

MAZ&More – Redaktion wird eingestellt

Seit 1999, seit Beginn der KFOR und Beginn des Einsatzes der Bundeswehr im Kosovo berichtete die MAZ&More einmal wöchentlich über die Geschehnisse und Erlebnisse vieler Soldatinnen und Soldaten. Nächste Woche wird die 610. Ausgabe der Feldzeitung erscheinen und zugleich auch die letzte sein. Mit der Auflösung der MNBG S stellt die Bundeswehr auch die Redaktion der Zeitung, die ebenfalls auf eine 12-jährige Geschichte zurückblickt, ein.

Ein Stück Bundeswehrgeschichte

Es war letztendlich doch ein Moment der Wehmut für einige deutsche Soldatinnen und Soldaten. Obwohl sie alle sicherlich freudigst von ihren Familien daheim erwartet werden, so haben sie seit 12 Jahren an der Stabilisierung der politischen Lage im Kosovo gearbeite und bedeutend dazu beigetragen, was Generalleutnant Glatz an dem Abend nochmals festhielt.
Mit dem Ende der MNBG S wird der Weg in ein sicheres Kosovo geebnet, gleichzeitig nimmt damit ein Stück Bundeswehrgeschichte sein Ende.

Foto-Copyright: http://www.flickr.com/photos/36124499@N05/3338043831/

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